30.07.2012: Tauchausflug ULTRAMARIN: Bergseetauchen BLINDSEE

Der erste mehrtägige Tauchausflug fand von Mittwoch 11. bis Freitag 13. Juli 2012 statt.

Ziel war der BLINDSEE in Tirol. Er ist ein kleiner Privatsee mit einer Fläche von 0,26 km und einer Tiefe von 23 m.

Trotz des durchwachsenen Wetters fuhren wir als kleine Gruppe (5 Personen) am Mittwochmorgen guten Mutes los. Wir nutzten den Tag, um die wunderschöne Gegend kennen zu lernen. Unsere erste Rast machten wir bei der Moorhütte, einem netten Restaurant am Oberjoch, kurz vor der österreichischen Grenze.

Gestärkt ging es weiter zum Urisee bei Reutte. An diesen See wird uns unser nächster Tauchausflug führen (7.-9. September 2012). Inzwischen war die Sonne da, wir assen zu Mittag und gingen spazieren.

Anschließend ging es der Zugspitze entgegen, den Fernpass hinauf. Kurz hinter der Passhöhe erreichten wir das Schlosshotel Fernsteinsee, mit dem gleichnamigen See und einem Neben-See: Dem Samaranger. Auch diese beiden Seen werden Ziele für Tauchausflüge sein. Süsswassertauchen am Fernsteinsee und Samaranger See gehört zu den 100 schönsten Tauchplätzen der Welt. Doch da ist ein kleiner Haken - vielleicht auch ein Anreiz: Man benötigt 80 Tauchgänge, um im Fernsteinsee tauchen zu dürfen und 100 für den Samaranger.

Auf dem Weg nach Lermoos, wo wir in der Pension Alpenglühn übernachteten, machten wir kurz halt bei dem Restaurant Zugspitzblick. Von hier aus konnten wir unser Tauchziel sehen: Den BLINDSEE. Eingebettet in den Bergen lag der kleine See, mit seiner herrlichen grünen Farbe, unter uns in der Nachmittagssonne.

Nachts regnete es, doch der nächste Tag empfing uns mit Sonne.

Vom Fernpass ab, ging es eine schmale, kleine Privatstrasse zum BLINDSEE. Beim Bootshaus gibt es einen bequemen Einstieg. Nun stand der Unterwasserwelt nichts mehr im Wege. Relativ klares, grün-blaues Wasser empfing uns. Zander besahen uns mit neugierigen, grossen Augen, Schleien machten in Gruppen Hochzeitstänze, Bachforellen gaben sich Scheu, Karpfen waren an Taucher gewohnt,  kleine Schwarmfische, wie die Elritzen, wimmelten in den Pflanzen und den Ästen der Bäume. Von denen gibt es hier viele, denn immer wieder gibt es Erdrutsche, sodass Büsche und Bäume im See landen.
Im Februar 1984 rutschte an der Nordseite des Sees ein ganzer Hang ab. Wie grosse Mikadostangen, liegen unter Wasser nun die Reste der Bäume: Ein versunkener Wald. Auch eine kleine Steilwand fehlt nicht und im Flachwasser ist schöner Pflanzenbewuchs.

An diesem Tag machten wir zwei Tauchgänge.

Der Freitagmorgen begann mit Nieselregen. Doch als wir nach einem ausgedehnten Tauchgang aus dem Wasser stiegen, war die Sonne da.

Im Restaurant Zugspitzblick gab es noch was zu essen. Wir warfen noch einen letzten Blick auf den BLINDSEE und die Zugspitze. Dann machten wir uns auf den Weg nach Hause.

 

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