03.11.2016: Parken im Yachthafen: Boote im Winter, Autos im Sommer

Das neue Parkdeck auf dem Gelände der Ultramarin Meichle und Mohr Marina in Gohren ist fertig

Nach einem halben Jahr Bauzeit ist es geschafft: Das neue, drei Millionen teure Parkdeck auf dem Gelände der Ultramarin Meichle und Mohr Marina in Gohren wird Freitag seiner Bestimmung übergeben. „Wir sind pünktlich fertig geworden“, sagt Ultramarin-Chef Clemens Meichle zur termingerechten Fertigstellung des Gebäudes.

Seit April waren Firmen und Handwerker damit beschäftigt, die große Stahlbetonkonstruktion zu errichten und so die Stellplätze in der Marina von 150 auf 300 zu verdoppeln. „150 sind es im Erdgeschoss und 150 im Obergeschoss“, erläutert Clemens Meichle. Genutzt wird die Fläche saisonabhängig: Im Winter dient sie als Lager für die Boote der Liegeplatzinhaber, im Sommer ist sie Parkfläche für Autos.

Bewusst wurde für das Parkdeck eine luftige Architektur gewählt, um mitten in der Marina keinen monumentalen Klotz zu errichten – auch der Gemeinderat hatte sich dafür in der Beschlussfassung seinerzeit ausdrücklich ausgesprochen. Lediglich Richtung Osten ist eine Fassade aus Lochblech montiert. Aufgelockert wird das Gebäude durch drei Treppenhäuser und einen zentralen Aufzug.
„Während der Bauphase hat alles bestens funktioniert“, blickt der Geschäftsführer zufrieden auf die vergangenen sechs Monate zurück und ergänzt, dass regionale Firmen und Handwerksbetriebe aus der Region und Oberschwaben damit beschäftigt waren, das Parkdeck zu errichten. Einzig und alleine eine Arbeit stehe noch aus, sagte Meichle, da im Winter noch der Anschluss an die Straße erweitert werden müsse.

Obwohl die Handwerker bereits fast vollständig abgerückt sind, herrscht derzeit auf dem Gelände der Marina noch emsiges Treiben. Was damit zusammenhängt, dass Boote und Schiffe aus dem Wasser des Yachthafens geholt und ins neue Winterlager, das Parkdeck, transportiert werden. Eingelagert werden können dort auch große Schiffe – was Dank der Deckenhöhe von fünf Metern im Erdgeschoss möglich ist. Angefahren wird die Ebene über die bereits bestehende Zufahrt zum Parkplatz, das Obergeschoss ist über eine Auffahrt zu erreichen, die an der Einfahrt zur Marina beginnt.
Nachdem das Parkdeck nun fertig ist, rücken in Kürze Handwerker und Firmen ein weiteres Mal an – soll doch die Eingangssituation zur Marina ebenfalls neu gestaltet werden. Was bedeutet, dass das bisherige Haus durch ein neues Empfangsgebäude ersetzt wird. Geplant sind, neben zwei Büroräumen, eine Betriebsleiterwohnung, Kiosk und Info-Raum. Außerdem soll eine öffentliche WC-Anlage eingerichtet werden. Ende der Baumaßnahme soll im Frühjahr 2017 sein.

Bericht: Angelika Banzhaf für die Schwäbische Zeitung

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